Überlieferte Denksysteme – Grundlagen unserer Kultur

Beeindruckende Leistungen unserer Vorfahren

Wer waren unsere Vorfahren? Waren sie wirklich nur Höhlenmenschen, Raubritter und ungebildete Barbaren?

Im Gegenteil, bereits vor vielen Jahrtausenden existierten beeindruckende Hochkulturen. Das Wissen über sie ist lückenhaft und von Legenden überlagert, doch sie hinterließen Bauwerke, die noch als Ruinen in Erstaunen versetzen, und schufen die Grundlagen, auf die sich unsere heutige Kultur stützt.

Die Cheops-Pyramide beeindruckt noch heute durch ihre Dimensionen und ihre exakte Ausrichtung.

Die aktuelle Geschichtsschreibung beschreibt nur wenige Jahrtausende der Vergangenheit, und je weiter sie zurückreicht, um so dürftiger und unsicherer ist ihr Wissen. In vielen Fällen sind wir auf wenige, heute schwer verständliche Texte angewiesen, die zudem im Laufe der Zeit überarbeitet und verfälscht wurden – teilweise um sie der eigenen Ideologie anzupassen, teilweise um in ihnen enthaltenes Wissen vor Missbrauch zu schützen.

babylonische Keilschrifttafel mit dem Namen und Titel Nebukadnezars

Die Keilschrift gilt heute als entschlüsselt – aber interpretieren wir sie vollständig und richtig?

Die meisten Überlieferungen erreichen uns ohne den Namen eines Autors oder werden halbmythologischen Personen zugeschrieben, die von Legenden umwoben sind und deren Ära nicht exakt zu bestimmen ist. So wird als Autor oder Zusammensteller der Veden ein Vyâsa genannt, dem noch weitere Werke zugeordnet werden, zum Beispiel das Heldenepos Mahâbhârata. Der Name steht wahrscheinlich für viele einzelne Autoren einer Traditionslinie.

Der Weise Vyâsa diktiert dem Elefantengott Ganesha.

Vyâsa gilt als Autor oder Zusammensteller der Veden und des Mahâbhârata.

In ähnlicher Weise steht in der ägyptischen Tradition der Name Hermes Trismegistos für zahlreiche unbekannte Autoren hermetischer Schriften, die über Jahrhunderte hinweg zum Corpus Hermeticum beigetragen haben.

Hermes Trismegistos

Eine Identitätsfigur, hinter der sich viele unbekannte Autoren verbergen

Bekannte große Denker wie Gautama Buddha, Konfuzius oder Platon wirkten schon Jahrhunderte vor der Zeitenwende und sind bis heute als unerreichte Autoritäten anerkannt. Jeder mag sich umsehen und selbst überlegen, ob wir heute wirklich einen zuvor unerreichten Gipfel der Zivilisation repräsentieren.

Überlieferungen: Mythologien, Philosophien und Wissenschaften

Das überlieferte Wissen aus dem Bereich der alten Religionen wird heute aufgrund seiner Ausschmückungen und seiner bildhaften Sprache zum großen Teil als Mythologie eingestuft. Doch die meisten Forscher gehen davon aus, dass Mythologien einen Kern von Wahrheit enthalten, der im Laufe der Tradition immer wieder an die Denkkultur der jeweiligen Zeit angepasst und zusätzlich ausgeschmückt wurde. Es ist nicht einfach, den Kern dieser Überlieferungen herauszuschälen und ihren Sinn zu verstehen, zumal die alten Religionen ihre Weisheiten in Symbolen und Gleichnissen vermittelten.

Viele überlieferte Texte zeigen einen Inhaltsreichtum und eine Logik und Tiefe, die auch kritische und oft voreingenommene Forscher beeindruckten und immer noch beeindrucken. Sie wurden als Philosophie eingestuft, und die in ihnen vermittelten Gedanken haben in vielen Fällen einen großen Einfluss auf unsere heutige Denkkultur ausgeübt.

Die Grundlagen der heutigen Naturwissenschaften waren in der Antike ein Teil der Philosophie. Allerdings dienten die wissenschaftlichen Methoden und Theorien damals zur Veranschaulichung philosophischer Zusammenhänge. Heute haben sich die Naturwissenschaften von allen philosophischen Aspekten getrennt und tragen damit maßgeblich zum vorherrschenden Materialismus im modernen Denken bei.

Im Folgenden werden verschiedene mythologische, religiöse und philosophische Überlieferungsstränge und einige zugehörige Werke beispielhaft aufgeführt. Der Versuch, diese Traditionsstränge inhaltlich zu erläutern, würde den Umfang dieser Website sprengen und entspricht auch nicht ihrer Intention. Doch jedem ist es unbenommen, das eine oder andere der aufgeführten Werke aus eigener Motivation heraus zu studieren und die in ihnen verborgenen Schätze zu bergen. Dabei können die auf dieser Website vorgestellten Konzepte eine Hilfe sein.

Alte Religionen oder Mythologien und aktuelle Weltreligionen

Die Religionen der Ägypter und Babylonier wie auch die der Germanen und Skandinavier sind heute nicht mehr existent und erreichen uns daher als Mythologien. Die Pyramidentexte und das ägyptische Totenbuch, das Gilgamesch-Epos, die Eddas und die Sagas beeindrucken durch eine Vielzahl von Göttern und berichten über Taten großer Helden. Doch wie wurden die Götter früher verstanden? Welche Bedeutung hatten die Helden, und wofür stehen ihre Taten? Diese Fragen können wir heute nicht sicher beantworten.

Helios – Der griechische Sonnengott

Relief aus dem Athenatempel in Troja

Auffallend ist, dass die Planeten und andere Himmelskörper wie Sonne und Mond in vielen alten Religionen mit Götternamen bezeichnet wurden. Während wir heute davon ausgehen, dass nur auf unserer Erde Leben zu finden ist, galten in der Antike die Planeten als Wohnsitze von Göttern und wurden selbst als Lebewesen eingestuft.

Die olympischen Götter

florentinische Deckenmalerei, Luigi Sabatelli, 19. Jh.

Jupiter, Venus, Mars oder Saturn waren nicht nur Herrscher der nach ihnen benannten Planeten, sondern hatten alle ihre besonderen Funktionen und Aufgaben.

Gewissermaßen als Minister eines obersten Gottes übernehmen die Planetengötter spezielle Funktionen in der Verwaltung des Universums und sind zudem für einen Wochentag zuständig. Dabei beobachten wir in verschiedenen Kulturkreisen frappierende Parallelen.

Planetgriechischer Gottrömischer Gottgermanischer GottFunktionWochentag
SonneHeliosSolSolSonnenbahnSonntag
MerkurHermesMerkurOdin, WotanWeisheitsgottMittwoch
VenusAphroditeVenusFrijaLiebesgöttinFreitag
MondSeleneLunaManiMondbahnMontag
MarsAresMarsTyrKriegsgottDienstag
JupiterZeusJupiterThorWettergottDonnerstag
SaturnKronosSaturnFullaAckerbau + SaatSamstag

Tabelle: Götter, Planeten, Funktionen und Wochentage
Die Reihenfolge ergibt sich aus der Entfernung von der Sonne. Zu berücksichtigen ist, dass in der Antike Sonne und Mond auch als Planeten gezählt wurden.

In vielen Religionen spielte das Prinzip der Gerechtigkeit eine große Rolle, die oft von einer Göttin (Maat, Themis, Dike oder Justitia) vertreten wurde. Aus dem ägyptischen Totenbuch kennen wir das Totengericht: Die Seele des Verstorbenen wird gegen eine Feder aufgewogen. Ist sie so befleckt, dass sie die Waage nach unten drückt, kann sie nicht weiter in die Gefilde der Seligen vordringen. In mehr philosophischen Religionen wie dem Hinduismus oder dem Buddhismus ist das Prinzip der Gerechtigkeit durch Karma vertreten, das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Maat – ägyptische Göttin der Gerechtigkeit

Relief aus dem Grab
Sethos I.

Die neueren monotheistischen Weltreligionen haben aus dem Fundus der antiken Religionen geborgt. Die übernommenen Gedanken sind teilweise entstellt und nur durch eine gezielte Suche wiederzuerkennen. So bauen die christliche Dreifältigkeit und die Engelhierarchien des Dionysios Areopagita auf heidnischen Konzepten auf, wobei die bekannten antiken oder gnostischen Namen durch christliche Begriffe ersetzt wurden.

Dionysios Areopagita brachte im 5. Jh. neuplatonisches Gedankengut in die christliche Lehre.

Der Hinduismus verfügt als älteste noch florierende Weltreligion über eine umfangreiche Literatur, der ein beträchtliches Alter zugestanden wird. Während die Veden und die Purânas eher als Mythologie gewertet werden, zählen die Upanishaden zu den tiefsinnigsten philosophischen Werken.

Der in Indien entstandene Buddhismus und der chinesische Taoismus können sich mit den fortgeschrittensten philosophischen Systemen messen.

Philosophien aus China, Indien und Griechenland

Die ältesten ausformulierten Philosophien finden wir in China, Indien und Griechenland.

Chinesische Philosophie

Die chinesische Philosophie beruft sich auf Klassiker, deren Autoren nicht mehr bekannt oder mythisch verklärt sind. Hierzu zählen das Yijing (I Ging), das Buch der Wandlungen, das Shijing, das Buch der Lieder, das Shujing, das Buch der Urkunden, das Liji, das Buch der Riten, und das Chunqiu, die Frühlings- und Herbstannalen.

Konfuzius (6. Jh. v.Chr.)

Philosoph und Wahrer der Tradition, hier auf einem Holzstich des 16. Jh. mit drei Schülern dargestellt

Die Zusammenstellung der Fünf Klassiker wird dem Philosophen Konfuzius zugeschrieben, der im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung als Wahrer der Tradition und Lehrer der Tugenden wirkte. Konfuzius, der auch als Autor der Frühlings- und Herbstannalen gilt, empfahl das Studium der Klassiker und baute seine eigene Philosophie ihnen auf.

Zeitgenosse des Konfuzius war der halbmythologische Laozi (Lao-tse), der als Autor des Daodejing (Tao-te-king) und Begründer des Taoismus gilt.

Laozi, halbmythologischer Begründer des Taoismus

Unter vielen anderen chinesischen Philosophen sei noch Zhuangzi (Chuang-tse) genannt, der im vierten vorchristlichen Jahrhundert in der taoistischen Tradition lehrte und eines der Hauptwerke des Taoismus schuf, das nach ihm benannt wurde.

Indische Philosophie

Die indische Philosophie war im westlichen Kulturbereich lange unbekannt. In Deutschland ist ihre Entdeckung Kulturschaffenden des frühen 19. Jahrhunderts wie Wilhelm von Humboldt, Friedrich Schlegel und Friedrich Rückert zu verdanken. Sie erfuhren von der indischen Literatur und waren bald so begeistert, dass sie Sanskrit lernten, um die Texte im Original zu studieren und ihren ersten Eindruck zu vertiefen.

Wilhelm von Humboldt (1767-1835) trug dazu bei, dass indisches Gedankengut in Deutschland bekannt wurde.

Ihre enthusiastischen Kommentare sorgten für großes Aufsehen und Bestürzung. Konnte das rückständige, unentwickelte Land Indien wirklich ein Ursprungsland der Philosophie sein? Wie konnten indische Denker so tiefe philosophische Gedanken äußern? Besonders bewundert wurden die den Veden angehängten Upanishaden und die Bhagavad-Gîtâ, eine in das Heldenepos Mahâbhârata eingeschobene philosophische Abhandlung.

In der Bhagavad-Gîtâ erörtern Krishna und Arjuna zwischen den versammelten Heeren der Kurus und der Pândavas hochphilosophische Sinnfragen.

In Indien hat sich eine Vielzahl von Philosophien entwickelt. Allein sechs klassische hinduistische Philosophieschulen (Darṡanas) blicken auf eine lange Denktradition zurück: Mimâmsa, Vedânta, Sâmkhya, Yoga, Nyâya und Vaisheshika. Die Schulen stellen jeweils andere Aspekte in den Vordergrund, haben aber auch Berührungspunkte. Im Westen sind vor allem Yoga und Vedânta bekannt, werden aber zum Teil sehr verfälscht dargestellt und aufgenommen.

Gautama Buddha lehrt unter dem Bodhi-Baum

Relief, Gandhara, 3. Jh.

Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert stiftete Gautama Buddha in Indien den Buddhismus. Dieser wurde inzwischen zwar aus Indien vertrieben, hat aber in anderen asiatischen Staaten eine weite Verbreitung. Zu unterscheiden ist der Hînayâna-Buddhismus in den südlicheren Ländern wie Myanmar und Sri Lanka, der das Rituelle in den Vordergrund stellt, und der hochphilosophische Mahâyâna-Buddhismus in nördlichen Ländern wie Tibet und Japan, der teilweise erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem Vedânta-System aufweist.

Griechische Philosophie

Die griechischen Philosophen schöpften ihr Wissen zum Teil in Indien, zum Teil in Ägypten. Aus dem Dunkel der Vergangenheit taucht der Philosoph Pythagoras auf, der sich im sechsten vorchristlichen Jahrhundert auf indische Quellen berief und unter anderem eine Form der Wiedergeburt lehrte, aber auch in Wissenschaften wie Mathematik, Astronomie und Musik wichtige Grundlagen schuf.

Pythagoras, stehend mit erhobener Hand, umringt von acht Schülern, zum Teil sitzend, Buchillustration 1876

Schule des Pythagoras in Krotona

Buchillustration

Die Philosophen des sechsten und fünften Jahrhunderts werden als Vorsokratiker bezeichnet. Zu ihnen zählen unter anderem Thales, Anaximander, Anaximenes, Empedokles und Heraklit. Ihre Schriften, die nur zu einem Bruchteil erhalten sind, kreisen um die Suche nach dem Urstoff (arche), aus dem alle Dinge und die Welt entstanden sind. Sie kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Thales nannte als Urstoff Wasser, sein Schüler Anaximander Apeiron (das Unendliche), Anaximenes Luft, Heraklit Feuer und Empedokles alle vier Elemente: Erde, Wasser, Luft und Feuer.

Heraklit (520-460 v. Chr.)

Der vorsokratische Philosoph hielt Feuer für den Urstoff des Lebens.

Im fünften Jahrhundert lehrten die Philosophen Leukipp und Demokrit, dass die Welt aus der Leere und den Atomen aufgebaut ist. Unter den Atomen verstanden sie aber im Gegensatz zu ihren heutigen Interpreten keine rein materiellen Bausteine, und der Begriff Leere wird in seiner philosophischen Tiefe kaum verstanden.

Als Gipfel der griechischen Philosophie gelten die Lehren des Platon, der sich zum Teil auf seinen Vorgänger Pythagoras berief. Mit seiner dialektischen Methode sowie mit seiner Ethik, Ideenlehre und Staatstheorie setzte er unübergehbare Akzente.

Platon (428-348 v.Chr.) beeinflusst die Philosophie bis heute.

Vom dritten bis frühen sechsten Jahrhundert fanden die platonischen Lehren im Neuplatonismus einen einflussreichen Nachklang. Autoren wie Plotin, Porphyrios, Iamblichos und Proklos wirkten vor allem in Athen und Alexandria und konkurrierten lange mit dem aufkommenden Christentum, das schließlich als Sieger hervorging. Über Kirchenväter wie Clemens von Alexandria, Origenes oder Athenagoras floss einiges Gedankengut des Neuplatonismus in die frühchristliche Lehre.

Clemens von Alexandria (150-215)

Der zum Christentum konvertierte griechische Philosoph zählt heute zu den christlichen Kirchenvätern.

Philosophische Konzepte

Dank der Arbeit der Indologen wurden in westlichen Ländern seit Ende des 18. Jahrhunderts viele religiöse und philosophische indische Texte bekannt, die östliches Gedankengut vermittelten. Doch Forscher wie William Jones, Henry Thomas Colebrooke oder Max Müller betrachteten die Texte aus einer christlichen Grundhaltung heraus sehr kritisch und lieferten zwar beschauliche Lektüre für das Bildungsbürgertum, entfalteten ihre Wirkung aber vornehmlich in akademischen Kreisen.

Eine breite Öffentlichkeit erreichten erst Ende des 19. Jahrhunderts die Veröffentlichungen der Theosophischen Gesellschaft. Deren Gründerin Helena Petrovna Blavatsky stellte die philosophischen Konzepte, die sich in vielen Texten verstreut finden, in zusammenhängender und in sich schlüssiger Form dar.

Damit machte sie lange vergessene Denkkonzepte wieder bekannt, die Antworten auf Lebens-Sinn-Fragen liefern können: Was ist die Grundlage der Wirklichkeit? Gibt es Gerechtigkeit in der Welt? Wer bin ich? Was geschieht nach dem Tod?

Helena Petrovna Blavatsky brachte weitgehend vergessene Denkkonzepte wieder in das westliche Denken ein.

Die verschiedenen Konzepte sind untrennbar miteinander verbunden und ergänzen sich gegenseitig. Sie sind in der einen oder anderen Form Bestandteil aller großen Religionen und Philosophien, ihre klarste und vollständigste Formulierung finden sie aber in der klassischen Theosophie.

Wiedergeburt – jedes Leben erhält einen Sinn

Wenn unser Leben mehr als ein kurzes Aufblitzen in der Ewigkeit sein soll, kommen wir am Konzept der Wiedergeburt nicht vorbei. Erst wenn wir davon ausgehen, dass wir in der einen oder anderen Form immer wieder neue Leben auf der Erde führen und jeweils auf dem aufbauen können, was wir zuvor erworben haben, können wir in jedem einzelnen Leben einen Sinn erkennen: als Etappe auf einem langen Weg, als Schulklasse für bestimmte Lektionen oder auch als Prüfung, ob wir Gelerntes verinnerlicht haben.

Der Phönix entsteht aus seiner Asche erneut –Symbol der Wiedergeburt

Karma das Band zwischen den Wiedergeburten

Als Gesetz von Ursache und Wirkung garantiert Karma eine unfehlbare Gerechtigkeit, die jedoch erst nachvollziehbar ist, wenn nicht nur ein Leben betrachtet wird. Karma ist sozusagen das Band zwischen den einzelnen Leben und auch ihre Ursache. Alles, was wir erleben, ist karmisch bedingt.

Themis – Göttin der Gerechtigkeit

Zusammengesetztheit, Seele und Ego

Wäre der Mensch ein rein materielles Wesen, könnte er nicht wiedergeboren werden. Erst das Konzept, dass der Mensch eine immaterielle Wesenheit ist, die sich durch einen materiellen Körper zum Ausdruck bringt, erklärt Tod und Wiedergeburt durch das Ablegen und Wiederaufnehmen von Körpern. Dabei verliert der eigentliche Mensch, die Seele oder das Ego, seine Individualität nicht. Dieses Ego evolviert und lernt in Leben auf Leben. Als verantwortliches Wesen erzeugt es Karma, das günstig oder ungünstig auf es zurückwirkt. Diese Wirkungen bestimmen die Lebensumstände des Egos und führen es langfristig zu seinem Ziel: die Möglichkeiten der menschlichen Evolution vollständig auszuschöpfen.

Illustration zu Gedankenanregungen Seele, William Blake

Seele und Leib – Aspekte des Menschen, die sich unwiderstehlich anziehen